Das „Ius patronatus“ und die Verwirklichung der Gegenreformation des bekehrenden Hausherrn. Konfessionelle Konflikte in Varannó und Ungvár im 17.
DOI:
https://doi.org/10.54231/ETSZEMLE.2021.4.2Schlagwörter:
Gnadenrecht, Gegenreformation, konfessionelle KonflikteAbstract
Die Zeit zwischen dem Religionsfreiheitsgesetz von 1608 und der Wesselényi-Verschwörung (1664-1671) war durch das Konzept der „Proselytenmacher-Grundbesitzer-Gegenreformation“ gekennzeichnet, das das Kräfteverhältnis zwischen der wachsenden katholischen Konfession und den protestantischen Kirchen prägte. In dieser Zeit versuchten die Grundherren, ihre Leibeigenen mit friedlichen (oder weniger friedlichen) Mitteln zu ihrer eigenen Konfession zu bekehren, wobei ihnen das „jus patronatus“ half. In meiner Studie analysiere ich das religiöse Leben in zwei Siedlungen (oppidum) in Nordostungarn und die Faktoren, die sie beeinflussten. Als Ergebnis der mikrohistorischen Analyse des Themas wurde die große Bedeutung des calvinistischen Patronatssystems hervorgehoben, das eine sehr starke soziale Struktur entwickelte. Diese Struktur lebte weiter, nachdem die Grundherren zur katholischen Kirche übergetreten waren. In dieser Situation kam es zu mehreren konfessionellen Konflikten zwischen den Katholiken und den protestantischen Predigern. Die Belohnungen und Privilegien der protestantischen Prediger schützten die adlige Grafschaft, in der die Allianz der protestantischen Stände die dominierende Macht war. Dieses Bündnis war auch in den politischen Willensbildungsprozessen in den ungarischen Landtagen erfolgreich und führte zur Bildung der konfessionellen Ordnung als einer besonderen Form des Korporatismus.
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