„Brücken der Macht“
Verwandtschaftsbeziehungen und weibliche Vermittlerinnen in der Stadtverwaltung von Kronstadt im 18. Jahrhundert
DOI:
https://doi.org/10.54231/ETSZEMLE.26.2025.4.3Schlagwörter:
Verwandtschaftsnetzwerk, weibliche Vermittlerinnen, Heiratsstrategie, städtische Elite, historische NetzwerkanalyseAbstract
Die Studie untersucht die auf Verwandtschaftsbeziehungen basierenden Machtstrukturen der städtischen Führung im Brașov (Kronstadt; Brassó) des 18. Jahrhunderts, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf dem politischen Einfluss liegt, der über weibliche Linien ausgeübt wurde. Die Untersuchung zeigt, dass die Ämter des Stadtrichters und des Stadtverwalters nicht als isolierte institutionelle Rollen fungierten, sondern als Teil generationsübergreifender Familiennetzwerke, in denen mehrere führende Familien – wie die Geschlechter Seuler, Draudt, Herrmann, Filstich und Fronius – eine kontinuierliche Präsenz aufrechterhielten. Die analysierten Heiratsmuster zeigen, dass die Ehen von Frauen eine strategische Rolle bei der Aufrechterhaltung der Verbindungen zwischen Elitegruppen spielten und oft als „Brücken” zwischen verschiedenen Verwandtschaftsgruppen dienten. Die auf Netzwerkanalysen basierende Methodik deckt die Struktur dieser Beziehungsmuster, den Grad der Verwandtschaftsdistanz zwischen Amtsträgern und die Personen auf, die Schlüsselpositionen innerhalb des Netzwerks einnahmen. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass die Führungsschicht von Brașov eine sich selbst reproduzierende, geschlossene Elite bildete, in der Verwandtschaftsnetzwerke und weibliche Vermittlerinnen für die Machtübertragung von entscheidender Bedeutung waren.
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