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Kirchengeschichtlicher Rückblick
Ut Christus ecclesiam suam... redigat inconcordiam piam et perpetuam

Märtyrer, Abtrünnige, Emigranten: Die lutherischen Angeklagten in den Galeerensklavenprozessen

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Die erhaltenen Quellen über die durch die Galeerenprozesse ausgelöste evangelische Auswanderung weisen auf eine große Bevölkerungsbewegung hin. Für die Betreuung und Integration der Flüchtlinge wurden beträchtliche Mittel aufgewendet, ihre Anwesenheit dominierte die öffentliche Kommunikation, und erfolgreich integrierte Fachkräfte bauten dauerhafte soziale Netzwerke auf. Die Emigranten in Ungarn kommunizierten sehr effektiv und spielten erfolgreich die Rolle einer lautstarken Minderheit. Das beliebteste Genre der Auswanderung ist der Gelegenheitsdruck, der eine sehr wichtige Quelle der Prozopographie darstellt, und die andere gängige Ausdrucksform ist das Diskussionspapier. Obwohl die meisten Emigranten nach 1681 nach Ungarn zurückkehrten, schlugen viele von ihnen innerhalb weniger Jahre in der Fremde Wurzeln und konnten sich eine Existenz aufbauen. Den Theologen in Ungarn, die sich im Ausland erfolgreich integriert hatten, kam die Rolle des Förderers und der Brücke zu, um die nächste Generation des Peregrinus mit Stipendien und Kontakten zu unterstützen. Die in Deutschland verbliebenen Emigranten spielten eine Schlüsselrolle als Vermittler für die Verbreitung von Büchern und die Rezeption neuer Ideen in Ungarn.

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