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Kirchengeschichtlicher Rückblick
Ut Christus ecclesiam suam... redigat inconcordiam piam et perpetuam

Kulinarische Begegnungen des 17. Jahrhunderts mit sabbatarischen Augen

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Abstract

Mit der postprotokollarischen Wende in der modernen Diplomatie hat die Diplomatiegeschichte zunehmend jene Tendenzen popularisiert, die das Essen nicht mehr ausschließlich als Teil der zeremoniellen Praxis, sondern vor allem als potenzielles Instrument der Diplomatie sehen. Aus den Tagebüchern eines unserer bekanntesten siebenbürgischen Diplomaten, Tamás Borsos, geht hervor, wie ein frühneuzeitlicher Diplomat diese gastronomischen Begegnungen sah: Auf ihrem Weg nach Konstantinopel im 17. Jahrhundert verzehrten die Männer der siebenbürgischen Botschaften in Siebenbürgen die für die örtlichen Gegebenheiten am besten geeigneten Gerichte (Hammel- und Rindfleisch, gesalzener Fisch, Fischrogen). Die siebenbürgischen Kapitäne, die in der osmanischen Hauptstadt eintrafen, unterhielten rege diplomatische Beziehungen und überhäuften ihre europäischen Zeitgenossen mit gegenseitiger Gastfreundschaft und Essensgeschenken (Käse, Honigkuchen). Das Teilen und Verschenken von Lebensmitteln diente als diplomatisches Mittel bei ihren Aktivitäten in der osmanischen Pforte, nicht nur um das Vertrauen ihrer Partner zu gewinnen, sondern auch um die Gastfreundschaft und die diplomatische Bedeutung des Fürstentums Siebenbürgen treu zu vertreten.

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