Das Toleranzpatent und die lutherischen Bürger: Migration, Expansion, Netzwerk
DOI:
https://doi.org/10.54231/ETSZEMLE.2023.3.4Schlagwörter:
Lutherische Bürger, Toleranzurkunde, Netzwerke, Verwandtschaft, HandelAbstract
Die Studie untersucht einen einzigartigen Aspekt der Ansiedlung von Lutheranern in Pest nach dem Toleranzpatent: die sozialhistorischen Faktoren, nämlich die sozialen Netzwerke, die hinter der erfolgreichen Etablierung von Personen standen, die an der Spitze des frühkapitalistischen Großhandels standen und die über die Grenzen der Kirchengeschichte hinaus Beachtung verdienen. Der Begriff „Beziehungsnetzwerk“ wird verwendet, um das Ausmaß dieser (Bluts- und Schwägerschafts-)Beziehungen zu veranschaulichen, vor allem anhand der Darstellung zweier Stammbäume; dabei werden jedoch auch andere Arten von Beziehungen berücksichtigt, und es zeigt sich, dass sich diese Verbindungen, die mit verschiedenen sozialen Institutionen verknüpft sind, oft überschneiden und gegenseitig verstärken. Der abschließende Teil des Beitrags versucht, dieses Bild dynamischer zu gestalten, indem weitere Ereignisse im Lebensverlauf der Personen betrachtet werden (die Orte der Schul- und Handelsausbildungsjahre sowie die Schulleiter selbst), die dabei helfen, die Mechanismen des netzwerkbasierten Handelns nachzuvollziehen.
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