„Elfújta ez a nagy politikai, gazdasági meg háborús vihar a mi gyönyörű intézményünknek, Rendünknek mindenét” Horváth Konstantin ciszterci naplói
DOI:
https://doi.org/10.54231/ETSZEMLE.22.2021.3.10Abstract
Die ungarische Kirchengeschichte nach dem Zweiten Weltkrieg umfasst eine Vielzahl von Dokumenten staatlicher Behörden, insbesondere des Staatssicherheitsdienstes, verfügt jedoch über weniger kirchliche Quellen, sodass man sagen kann: Die Verteilung der historischen Quellen ist ungleichmäßig. Dies gilt insbesondere für den Fall eines 1950 aufgelösten Ordens, da man in den Jahren der Auflösung weder diesem Thema Beachtung schenkte noch die Dokumente aufbewahrte. Wir wissen, dass die Führung der ungarischen Zisterzienser auf die spätere Auflösung durch die Regierung vorbereitet war; in Vorwegnahme dessen hatten sie Dokumente vernichtet oder versteckt, die kompromittierende Angaben über die Ordensmitglieder hätten enthalten können. Dennoch verfügen wir über ausreichende historische Quellen zur Funktionsweise des aufgelösten Ordens, und wir besitzen einige fragmentarische gedruckte Überreste, die von den Ordensmitgliedern erstellt wurden. Zu letzterer Gruppe gehören auch die sogenannten „Ego-Dokumente“, d. h. Briefe und Erinnerungen, doch verfügen wir nur über ein einziges vollständiges Tagebuch (das eher eine Tagebuchreihe mit 22 Bänden darstellt), das im Ungarischen Nationalarchiv des Komitats Veszprém aufbewahrt wird. Deshalb sind die Tagebücher von Konstantin Horváth, dem ehemaligen Prior der Zisterzienserabtei von Zirc, nicht nur wertvoll, sondern stellen auch einzigartige Quellen für seine Biografie, die Geschichte des Ordens und die ungarische Kirchengeschichte im 20. Jahrhundert dar. Der vorliegende Beitrag versucht, dieses Quellenmaterial kurz und – soweit möglich – umfassend vorzustellen.
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