„Von dieser Bewegung von großer Bedeutung nehmen wir nun unseren Anteil.“
Versuche zur Erneuerung des Vereinslebens in den 1930er Jahren und die deutsche Minderheit in der Diözese Pécs
DOI:
https://doi.org/10.54231/ETSZEMLE.27.2026.1.4Schlagwörter:
religiöses Vereinsleben, Diözese Pécs, deutsche Minderheit, Verflechtung von Staat und Kirche, Actio CatholicaAbstract
In der politischen Konstellation der Verflechtung von Staat und Kirche zwischen den beiden Weltkriegen schien es auf den ersten Blick, als würden religiöse Vereinigungen eine „Renaissance“ erleben. In der Diözese Pécs war dies aufgrund des hohen Anteils deutschsprachiger Gläubiger und der Verankerung ihres Vereinslebens, das von einem ausgeprägten, wirtschaftlich orientierten Ethos geprägt war, besonders deutlich zu beobachten. In den 1930er Jahren schufen die globale Wirtschaftskrise und Jakab Bleyers Bemühungen, die jüngere deutsche Generation zu mobilisieren, eine Situation, in der die deutsche Bevölkerung für politisches Engagement gewonnen werden konnte, wodurch die traditionellen Strukturen ihres religiösen Vereinslebens aufgebrochen wurden. Gleichzeitig erwies sich das soziale, politische und sozialpolitische Denken der katholischen Kirche, das in diesen Jahren intensiviert wurde und auf die laufenden Veränderungen reagierte, als fähig, zu einer Neuformulierung ihrer Beziehung zur deutschen Bewegung beizutragen.
Anhand einer Analyse verschiedener Quellen untersucht die Studie, wie sich diese Einflüsse im Vereinsleben der deutschen Dörfer der Diözese Pécs widerspiegelten, wie diese Vereine zu Akteuren der ethnischen Mobilisierung wurden und wie die Modernisierungsbemühungen der Kirche – insbesondere die Katholische Aktion – die Neudefinition ihrer pastoralen und institutionellen Beziehung zu den deutschen katholischen Gemeinden prägten.
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