„Wir haben Ferdinand verloren.“
Die Grabrede, gehalten von Ferenc Forgách bei der Wiener Trauerfeier für Ferdinand I., Kaiser des Heiligen Römischen Reiches
DOI:
https://doi.org/10.54231/ETSZEMLE.27.2026.1.6Schlagwörter:
Grabrede, humanistische Rhetorik, Habsburgermonarchie, Rezeption der Antike, dynastische LegitimitätAbstract
Diese Studie begleitet die erste ungarische Übersetzung von Ferenc Forgáchs Grabrede für König Ferdinand I. Die Rede lässt sich nicht als konventionelles Werk höfischen Lobes charakterisieren, sondern als bewusst gestaltete humanistische „oratio funebris“. Die Analyse verortet den Text in seinem historischen Kontext und konzentriert sich zugleich auf seine rhetorische Struktur, seine intellektuellen Ziele und seine intertextuellen Grundlagen. Besondere Aufmerksamkeit gilt klassischen Topoi und impliziten Verweisen auf antike Autoren (Cicero, Plinius der Jüngere), die vom gebildeten Publikum jener Zeit ohne Weiteres interpretiert werden konnten, für moderne Leser jedoch weitgehend unverständlich bleiben. Durch die Aufdeckung dieser Ebenen hebt die Studie die Rolle der Rede bei der Legitimierung dynastischer Kontinuität und bei der Formulierung einer christlich-humanistischen politischen Vision hervor.
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